Sonntag, 20. april 2008

 

Sonntag, 06.04.2008, Abfahrt KM 41.280
Ich kann mich nicht entschließen das österreichische Pikerl zu kaufen und so geben wir unserer Pauline beim Start ‚ohne Maut und schnellster Weg’ ein. Das führt dann zu einer verwegenen Streckenführung über die A99, B13, Sylvensteinspeicher und am Berghang an Innsbruck vorbei, parallel zur alten Brennerstraße. Erst kurz vor Matrei war Pauline einsichtig und hat uns der Brennerstraße zugeführt. Das Wetter war bis dahin heftig, von stark bewölkt und kühl bis starkem Schneefall und einer Sicht die gegen 10 Meter ging, war alles geboten. Trotz dieser extremen Wettersituation ist aber die Fahrt gut verlaufen. Erwartungsgemäß stieg dann brennerabwärts die Temperatur von 3 auf 14 Grad und als wir in Salurn unseren Platz aufsuchten, waren wir bereits von blühenden Apfelbäumen umgeben. Wir stehen beim Fußballplatz auf einem großen Parkplatz und sind gut vom Verkehrsaufkommen abgeschirmt. Bonnie war von Anfang an nicht begeistert und nur schwer ins WoMo zu bekommen!


Montag, 07.04.2008, Abfahrt KM 41.634

Die anstrengende Fahrt treibt uns früh zu Bett und als es dann erwartungsgemäß leicht zu regnen beginnt, ist Isa ganz begeistert, weil es sich doch so heimelig anhört in unserer Schlafhöhle. Doch aus dem leichten Regen wird ein heftiger Dauerregen, der sogar am Morgen, bei 4 Grad, in Schnee übergeht. Wir entschließen uns nach einem ganz kurzen Hundegang ohne Frühstück zu starten. Da wir die Hoffnung haben , dass es nach den Trentiner Bergen besser wird. Genauso ist es auch, nachdem wir das Gebirge hinter uns gelassen haben, steigt die Temperatur auf 24 Grad. Heute leisten wir uns die Autobahn, zumindest bis Faenza. Hier geht es dann kurz auf eine Landstraße und nach der Mittagspause fahren wir die Superstrada von Cesena bis Perugia. Den Namen Super verdient sie heute nicht mehr, es ist ein heißer Ritt über aufgerissenen Asphalt und Schlaglöcher. Wir überqueren den Appenin, auf der Anhöhe kommt zu den schwierigen Straßenverhältnissen noch ein Fönsturm hinzu. Es geht aber alles gut und wir verlassen die Super-Strada bei Perugia um dann weiter auf der SS 3, an Assisi vorbei bis zu unserem Zielort Trevi zu fahren. Unser WoMo steht gut auf einem Stellplatz vor der Stadt.


Trevi

  
















Dienstag, 08.04.2008, Abfahrt KM 42163
Wir haben eine ruhige und gute Nacht, nach Entsorgungsarbeiten geht es weiter nach Montefalcon. Auch dort gibt es einen komfortablen WoMo-Stellplatz, Italien hat offensichtlich die WoMo-Fahrer entdeckt. Wir besichtigen den Ort, kaufen Rotwein aus der Gegend (einfache Ausführung 10,00€) und besichtigen die wunderschön ausgemalte Kirche San Francesco. Ein Blick vom Balkon Umbriens über die schöne Berglandschaft beendet den Besuch und zeigt uns zugleich an dass wir mit schlechterem Wetter rechnen müssen. Der nächste Bergort heißt Bevagna und hat auch einen sehr schönen und geräumigen Stellplatz. Nach dem Stadtrundgang gibt es eine ausgiebige Brotzeit mit toskanischen Spezialitäten. Gut erholt geht es weiter zu einer weiteren und letzten Stadt, für heute. Spello besuchen wir bereits bei Regen. In der Kirche Santa Maria Maggiore bewundern wir die herrlichen Gemälde von Pintoricchio, dem auch eine Ausstellung gewidmet ist. Wir schauen uns beides ausgiebig an und gehen zum WoMo zurück, wo Bonnie bereits auf dem Fahrersitz Platz genommen hat und uns erwartet. Jetzt hat uns der Regen wieder fest im Griff, es regnet beständig. Wir fahren zurück nach dem 8km entfernten Bevagna und stellen uns auf den großen Platz. Den Abend verbringen wir mit den üblichen Arbeiten wie Fotobearbeitung und Tagebucheintragungen. Mittlerweile regnet es ausgiebig und ohne Unterlass. Die Temperatur beträgt noch 13 Grad um 20:00 Uhr.

Rathaus in Montefalcon


      Frescen in San Francesco

















      Der Blick von Umbriens Balkon


















Stadtrundgang in Bevagna






















 














Übernachtung in Bevagna



Spello und die Kirche Santa Maria Maggiore
























Mittwoch, 09.04.2008, Abfahrt KM 42.214
Es regnet fast die ganze Nacht, am Morgen lockert die Bewölkung auf und wir starten nach Assisi. Weit unterhalb der Stadt gibt es einen Standplatz. Bonnie bleibt im Fahrzeug und wir gehen steil bergan zur Kirche San Francesco. Wir besichtigen die Unter- und Oberkirche und die Grabeskirche des Heiligen. Ich lasse eine Messe für die Familie lesen, dann kaufen wir noch Ansichtskarten und beschließen den Besuch mit einer kurzen Stadtbesichtigung. Gegen 12:30 geht es weiter in Richtung Cortona. Pauline  wird mit der Streckenführung beauftragt, die Anweisung lautet 'ökonomischer Weg ohne Maut und Autobahn'. Das war nicht so toll, der erste Umweg beträgt ca. 15 km, Assisi bleibt immer in Sichtweite obwohl wir schon ca. 30 km gefahren sind. Heißer wird noch die Streckenführung über Perugia, wir fahren ca. 1,5 Km bei einer Steigung von 15% mit dem ersten Gang, um dann beim Ortseingang zur Stadt vor einem steinernen Tor zu stehen, das wohl noch gerade in der Höhe, aber nicht in der Breite passt. Das ganze bei einer Straßenbreite von max. 6 Meter, hinter uns sind 10 Fahrzeuge und die 15%ige Steigung. Wir meistern die Situation durch mehrmaliges Rangieren und wenden auf dem vorhandenen sehr knappen Raum. Zu bemerken ist noch, dass keinerlei Hinweis auf die Engstelle auf der bergigen Zufahrt zu sehen ist. Jetzt geht es also wieder zurück und nach Eingabe der Option 'Autobahn' erreichen wir nach 20 Minuten fast wieder Assisi, bevor es dann endgültig unserem eigentlichen Ziel entgegen geht. Die Straßen sind wieder ganz, ganz übel und unser WoMo wird kräftig durchgeschüttelt, obwohl ich auf der zweispurigen Autobahn Slalom fahre und den gröbsten Beschädigungen auszuweichen versuche. Am Trasimener See (Sieg Hannibals über die Römer) machen wir Kaffeepause. Zum Abschluss des Tages steuern wir Cortona an und fahren ganz auf den Berg hinauf, dort steht die Kirche Santa Margherita mit einem geräumigen Parkplatz davor. Das wird heute unser Übernachtungsplatz. Die italienische Brotzeit und der überwältigende Blick auf das angestrahlte Kirchenportal entschädigen uns für den Stress des Tages.

    




















  
                    Trasimener See   




Übernachtung in Cortona
















Donnerstag, 10.04.2008, Abfahrt 42.355 KM

So eine Nachtruhe erlebt man selten, um kurz vor 8:00 wecken uns die Kirchenglocken.Weiter geht es, wir fahren bergab in die Stadt Cortona, suchen, wie immer, einen Parkplatz und stellen uns dann nach dem zweiten Anlauf auf einen Busparkplatz. Durch die 2.200 Jahre alte Stadtmauer betreten wir die Stadt und gehen zum Museo Diocesano, dort wird eine Ausstellung bekannter Gemälde und sakraler Gegenstände gezeigt. Weiter ist heute Natur geplant, wir starten nach 11:00, das Wetter ist trocken, es hat jetzt ca. 14 Grad. Wir fahren in Richtung Chiusi. Hier sehen wir die für diese Gegend typischen Zypressenalleen. Es geht weiter nach Chianciano-Terme, kurz vor dem Ort schmeißt Pauline das Handtuch, ich dachte schon an einen Totalausfall. Ein Kaltstart hat das Problem aber dann behoben, was sollen wir ohne Pauline! An der Terme machen wir wieder eine typisch italienische Brotzeit. Dann geht es weiter, wir fahren durch das Val d’Orcia, eine Landschaft die unter dem Schutz des Unesco Kulturerbes steht. Die letzte Etappe des Tages führt uns durch die Berge, wieder einmal eine Herausforderung für Mobby und mich. Es geht steil bergauf und bergab und die Straßen sind nicht allzu breit. Der Belag der Straße ist wenigstens o.k., sodass diese zusätzliche Beobachtung entfällt. Planmäßig erreichen wir den Stellplatz, es ist ein großer Platz vor dem Sportstadium der Stadt Castel del Piano. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde durch die Stadt. Jetzt um 20:00 Uhr hat es 14 Grad und es ist immer noch trocken. Die Dorfjugend tobt sich noch, entsprechend ihres Alters, mit Mopeds und Rollern, mit Autos und lauter Bum-Bum-Musik aus. Da helfen nur Ohrenstöpsel - kein empfehlenswerter Standplatz.


Cortona und das Museo Diocesano









































                                                                                                                                
                                                             Pauline



Valo d'Orcia


























 

Freitag, 11.04.2008, Abfahrt 42.480 KM

Am Abend setzt kräftiger Wind ein, er treibt die grauen Wolken vor sich her und verhindert weiteren Regen. Nachdem das Jungvolk zu Bett gegangen ist wird es ruhiger. Wir verlassen diesen tristen Platz am Morgen sehr schnell und starten unsere Tour bei Starkwind, starker Bewölkung und ca. 12 Grad. Die bergige Strecke führt uns weiter durch eine ähnliche Landschaft wie gestern, die Steigungen sind nicht mehr so kräftig, die Hänge mit Olivenbäumen bepflanzt. Wir parken Mobby in einer Straßenbucht und machen eine Wanderung, nach einer Stunde sind wir gut gelüftet zurück und es geht weiter durch die 'Crete' Richtung Montalcino. Weit oberhalb der Stadt, über eine sehr steile Straße zu erreichen, wurde ein neuer Stellplatz angelegt. Die Ausschilderung dazu ist noch echt italienisch, sie muss noch reifen, wir verfahren uns zweimal. Der Stadtbesuch artet in eine zweite Bergwanderung aus und bringt eigentlich nichts wirklich Neues. Der Wein der hier angeboten wird liegt zwischen 15 und 45 € pro Flasche. Denn man prost! Nach der italienischen Mittagsbrotzeit und einer kurzen Ruhepause geht es weiter auf unserer Postkartenbilderstrecke, das Land wir hügeliger, sanfter, die Felder sind vor allem mit Getreide bestellt, das sich bei diesem Wind sanftgrün wie Meereswogen bewegt. Die für diese Gegend typischen Zypressengruppen und Zypressenalleen verleiten immer wieder zum Fotografieren. Gegen Abend erreichen wir unser Ziel, Montepulciano. Der empfohlene Stellplatz liegt ziemlich frei und der Sturm fegt darüber hinweg. Wir nehmen nur schnell Frischwasser auf und suchen uns dann einen anderen, windgeschützteren Platz unterhalb der Stadt beim Fußballstadion. Es ist jetzt 20:30, hat 14 Grad und der Wind hat nachgelassen. Ich habe sogar eine Internetverbindung über ein ungeschütztes Netz erhalten und so können wir die nötigen Abfragen machen.



Wanderung in der Crete










































' Toskana High-Lights'



















Bella Italia





















Samstag, 12.04.2008
Der Sturm lässt nach, dafür beginnt es zu regnen. Um diese Zeit ist uns das egal, wir fühlen uns wohl in dem gut geheizten WoMo. Die Nacht ist ruhig, der Stellplatzwechsel zum Sportgelände hat sich bewährt. Nach dem Frühstück gehen wir in den Ort, wir haben wieder Glück mit dem Wetter, es wird zusehends besser. Nach der Stadtbesichtigung starten wir gegen Mittag zu einer nahe gelegenen Kirche. Dann  fahren einen Teil der gestrigen Strecke zurück und haben dabei noch einmal die Möglichkeit, besondere Fotos zu wiederholen. Die Fahrt führt uns jetzt durch den nördlichen Teil der Crete, als nächstes besichtigen wir das Benediktinerkloster Abbazia di Monte Oliveto Maggiore, das bekannt ist durch seinen Kreuzgang mit 36 Fresken, die von Signorelli und Sodoma von 1497 bis 1508 geschaffen wurden . Zuletzt steuern wir die Rapolano Terme an. Hier steht uns auch ein großer Parkplatz mit WoMo-Abteil zur Verfügung. Zum Abendessen gibt es toskanische Brotzeit mit ausreichend Rotwein. Es ist jetzt, nach Abschluss der Schreibarbeiten 20:45, draußen hat es 11 Grad, drinnen 21 Grad, Isa ruht - ich schreibe.

Montepulciano






















Benediktinerkloster Abbazia di Monte Oliveto Maggiore



































Rapolano Terme






















Sonntag, 13.04.2008

Der Platz ist wieder super, es ist ruhig und auch der übliche Nachtregen bleibt aus. Nach dem Frühstück gehen wir in die 200 Meter entfernte Terme, der Eintritt kostet 30,00€ für uns beide und den ganzen Tag. Die Ausstattung des Bades ist eher spartanisch, genauso wie die unsere. Wir treten mit je einer Plastiktüte, in der sich das nötigste befindet wie zwei Handtücher, zwei Badeanzüge, das Abenteuer an. Es fehlen uns Badeschuhe und Bademantel. Es gibt ein überdachtes Becken mit 38 Grad Wasser und mehrere Außenbecken mit etwas weniger Temperatur. Stark ist, dass man die ganze Anlage nur über Freitreppen und -wege erreichen kann - wie gesagt es regnet nicht! Wir genießen das Bad zweimal mit einer Ruhepause. Dann geht es zurück zum WoMo, es gibt Mittagessen und Mittagsruhe. Wir sind bis dahin immer noch unentschlossen ob wir bereits etwas in Richtung Heimat fahren sollen oder noch einmal hier übernachten. Die Entscheidung wird uns nach der Mittagsruhe von vier italienischen WoMo's, die gemeinsam anreisen, abgenommen. Wie sich Gruppen verhalten, das kennen wir von anderen Urlaubsreisen. Also satteln wir unser Mobby und starten zur Autostrada. Die Fahrt verläuft reibungslos, unser geplantes Ziel, Salurno, erreichen wir nicht, wir haben einen Straßenstellplatz in dem Ort Stradella bei Mantua-Nord gefunden.



















Montag, 14.08.2008
Die Platzwahl war wieder bestens, am Morgen hat es 7 Grad. Wir starten bald und fahren alles bis zum Brenner auf der Autobahn. Auf der österreichischen Seite fahren wir Landstraße, geht prima. Leider haben wir etwas zu früh getankt, die wirklich preiswerten Tankstellen kommen in Innsbruck. Dann geht es den Zirler-Berg hinauf, Mobby packt das locker im 2.Gang. Weiter nach Mittenwald, Garmisch, dann Autobahn. Die Straße ist breit und gut ausgebaut, wir ärgern uns etwas darüber, dass Pauline uns bei der Hinfahrt diesen umständlichen Weg geführt hat. Der Weg über Garmisch und Zirl ist eindeutig die beste Verbindung nach Italien. Der Rest der Strecke verläuft ebenso reibungslos. Zuhause angekommen müssen wir uns erst einmal an das rauere Klima gewöhnen. Auch im Haus hat es nur 15 Grad und es dauert auch bis zum nächsten Tag bis es eine einigermaßen erträgliche Raumtemperatur hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
















Statistik

Reisetage              9                   

Strecke                2.067 Km       





von Mobydick veröffentlicht in: Reisen mit dem WoMo
Kommentar hinzufügen Kommentare (3)    empfehlen

Über diesen Blog

Kalender

April 2008
M D M D F S S
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30        
<< < > >>
 
Blog : Kochen auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden