Montag, 07.04.2008, Abfahrt KM 41.634
Die anstrengende Fahrt treibt uns früh zu Bett und als es dann erwartungsgemäß leicht zu regnen
beginnt, ist Isa ganz begeistert, weil es sich doch so heimelig anhört in unserer Schlafhöhle. Doch aus dem leichten Regen wird ein heftiger Dauerregen, der sogar am Morgen, bei 4 Grad, in Schnee
übergeht. Wir entschließen uns nach einem ganz kurzen Hundegang ohne Frühstück zu starten. Da wir die Hoffnung haben , dass es nach den Trentiner Bergen besser wird. Genauso ist es auch, nachdem
wir das Gebirge hinter uns gelassen haben, steigt die Temperatur auf 24 Grad. Heute leisten wir uns die Autobahn, zumindest bis Faenza. Hier geht es dann kurz auf eine Landstraße und nach der
Mittagspause fahren wir die Superstrada von Cesena bis Perugia. Den Namen Super verdient sie heute nicht mehr, es ist ein heißer Ritt über aufgerissenen Asphalt und Schlaglöcher. Wir überqueren
den Appenin, auf der Anhöhe kommt zu den schwierigen Straßenverhältnissen noch ein Fönsturm hinzu. Es geht aber alles gut und wir verlassen die Super-Strada bei Perugia um dann weiter auf der SS
3, an Assisi vorbei bis zu unserem Zielort Trevi zu fahren. Unser WoMo steht gut auf einem Stellplatz vor der Stadt.
Trevi
Mittwoch, 09.04.2008, Abfahrt KM
42.214
Es regnet fast die ganze Nacht, am Morgen lockert die Bewölkung auf und wir
starten nach Assisi. Weit unterhalb der Stadt gibt es einen Standplatz. Bonnie bleibt im Fahrzeug und wir gehen steil bergan zur Kirche San Francesco. Wir besichtigen die Unter- und
Oberkirche und die Grabeskirche des Heiligen. Ich lasse eine Messe für die Familie lesen, dann kaufen wir noch Ansichtskarten und beschließen den Besuch mit einer kurzen
Stadtbesichtigung. Gegen 12:30 geht es weiter in Richtung Cortona. Pauline wird mit der Streckenführung beauftragt, die Anweisung lautet 'ökonomischer Weg ohne Maut und Autobahn'.
Das war nicht so toll, der erste Umweg beträgt ca. 15 km, Assisi bleibt immer in Sichtweite obwohl wir schon ca. 30 km gefahren sind. Heißer wird noch die Streckenführung über Perugia,
wir fahren ca. 1,5 Km bei einer Steigung von 15% mit dem ersten Gang, um dann beim Ortseingang zur Stadt vor einem steinernen Tor zu stehen, das wohl noch gerade in der Höhe, aber nicht
in der Breite passt. Das ganze bei einer Straßenbreite von max. 6 Meter, hinter uns sind 10 Fahrzeuge und die 15%ige Steigung. Wir meistern die Situation durch mehrmaliges Rangieren und
wenden auf dem vorhandenen sehr knappen Raum. Zu bemerken ist noch, dass keinerlei Hinweis auf die Engstelle auf der bergigen Zufahrt zu sehen ist. Jetzt geht es also wieder zurück und
nach Eingabe der Option 'Autobahn' erreichen wir nach 20 Minuten fast wieder Assisi, bevor es dann endgültig unserem eigentlichen Ziel entgegen geht. Die Straßen sind wieder ganz, ganz
übel und unser WoMo wird kräftig durchgeschüttelt, obwohl ich auf der zweispurigen Autobahn Slalom fahre und den gröbsten Beschädigungen auszuweichen versuche. Am Trasimener See (Sieg
Hannibals über die Römer) machen wir Kaffeepause. Zum Abschluss des Tages steuern wir Cortona an und fahren ganz auf den Berg hinauf, dort steht die Kirche Santa Margherita mit einem
geräumigen Parkplatz davor. Das wird heute unser Übernachtungsplatz. Die italienische Brotzeit und der überwältigende Blick auf das angestrahlte Kirchenportal entschädigen uns für den
Stress des Tages.
Donnerstag, 10.04.2008, Abfahrt 42.355 KM
So eine Nachtruhe erlebt man selten, um kurz vor 8:00 wecken uns die Kirchenglocken.Weiter geht
es, wir fahren bergab in die Stadt Cortona, suchen, wie immer, einen Parkplatz und stellen uns dann nach dem zweiten Anlauf auf einen Busparkplatz. Durch die 2.200 Jahre alte
Stadtmauer betreten wir die Stadt und gehen zum Museo Diocesano, dort wird eine Ausstellung bekannter Gemälde und sakraler Gegenstände gezeigt. Weiter ist heute Natur
geplant, wir starten nach 11:00, das Wetter ist trocken, es hat jetzt ca. 14 Grad. Wir fahren in Richtung Chiusi. Hier sehen wir die für diese Gegend typischen
Zypressenalleen. Es geht weiter nach Chianciano-Terme, kurz vor dem Ort schmeißt Pauline das Handtuch, ich dachte schon an einen Totalausfall. Ein Kaltstart hat das Problem
aber dann behoben, was sollen wir ohne Pauline! An der Terme machen wir wieder eine typisch italienische Brotzeit. Dann geht es weiter, wir fahren durch das Val d’Orcia, eine
Landschaft die unter dem Schutz des Unesco Kulturerbes steht. Die letzte Etappe des Tages führt uns durch die Berge, wieder einmal eine Herausforderung für Mobby und mich. Es geht
steil bergauf und bergab und die Straßen sind nicht allzu breit. Der Belag der Straße ist wenigstens o.k., sodass diese zusätzliche Beobachtung entfällt. Planmäßig erreichen wir
den Stellplatz, es ist ein großer Platz vor dem Sportstadium der Stadt Castel del Piano. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde durch die Stadt. Jetzt um 20:00 Uhr hat es
14 Grad und es ist immer noch trocken. Die Dorfjugend tobt sich noch, entsprechend ihres Alters, mit Mopeds und Rollern, mit Autos und lauter Bum-Bum-Musik aus. Da helfen nur
Ohrenstöpsel - kein empfehlenswerter Standplatz.
Sonntag, 13.04.2008
Der Platz ist wieder super, es ist ruhig und auch der übliche Nachtregen bleibt aus. Nach dem
Frühstück gehen wir in die 200 Meter entfernte Terme, der Eintritt kostet 30,00€ für uns beide und den ganzen Tag. Die Ausstattung des Bades ist
eher spartanisch, genauso wie die unsere. Wir treten mit je einer Plastiktüte, in der sich das nötigste befindet wie zwei Handtücher, zwei
Badeanzüge, das Abenteuer an. Es fehlen uns Badeschuhe und Bademantel. Es gibt ein überdachtes Becken mit 38 Grad Wasser und mehrere Außenbecken
mit etwas weniger Temperatur. Stark ist, dass man die ganze Anlage nur über Freitreppen und -wege erreichen kann - wie gesagt es regnet nicht!
Wir genießen das Bad zweimal mit einer Ruhepause. Dann geht es zurück zum WoMo, es gibt Mittagessen und Mittagsruhe. Wir sind bis dahin immer
noch unentschlossen ob wir bereits etwas in Richtung Heimat fahren sollen oder noch einmal hier übernachten. Die Entscheidung wird uns nach der
Mittagsruhe von vier italienischen WoMo's, die gemeinsam anreisen, abgenommen. Wie sich Gruppen verhalten, das kennen wir von anderen
Urlaubsreisen. Also satteln wir unser Mobby und starten zur Autostrada. Die Fahrt verläuft reibungslos, unser geplantes Ziel, Salurno, erreichen
wir nicht, wir haben einen Straßenstellplatz in dem Ort Stradella bei Mantua-Nord gefunden.
Montag, 14.08.2008
Die Platzwahl war
wieder bestens, am Morgen hat es 7 Grad. Wir starten bald und fahren alles bis zum Brenner auf der Autobahn. Auf der österreichischen Seite
fahren wir Landstraße, geht prima. Leider haben wir etwas zu früh getankt, die wirklich preiswerten Tankstellen kommen in Innsbruck. Dann geht es
den Zirler-Berg hinauf, Mobby packt das locker im 2.Gang. Weiter nach Mittenwald, Garmisch, dann Autobahn. Die Straße ist breit und gut
ausgebaut, wir ärgern uns etwas darüber, dass Pauline uns bei der Hinfahrt diesen umständlichen Weg geführt hat. Der Weg über Garmisch und Zirl
ist eindeutig die beste Verbindung nach Italien. Der Rest der Strecke verläuft ebenso reibungslos. Zuhause angekommen müssen wir uns erst einmal
an das rauere Klima gewöhnen. Auch im Haus hat es nur 15 Grad und es dauert auch bis zum nächsten Tag bis es eine einigermaßen erträgliche
Raumtemperatur hat.
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ist ja ne super Idee mit dem Blog - so erfahre ich immer brandaktuell, was ihr in eurem Urlaub so alles treibt und bekomme schöne Fotos :-)!